Willkommen beim Ardey-Verlag

(Unsere Quiz-Kisten Westfalen) Hier geht es zu unseren Quiz-Kisten.

»Gisela Schwarze stieß auf eine Opfergruppe des Nazi-Regimes, die bis heute vernachlässigt wurde.« (Jan Friedmann, Der Spiegel, Heft 3, 2010)

 

(Titelbild Es war wie Hexenjagd …) Gisela Schwarze

Es war wie Hexenjagd …
Die vergessene Verfolgung ganz normaler Frauen im Zweiten Weltkrieg

Februar 2009, 224 S., 19,90 EUR
ISBN 978-3-87023-327-3, Lieferbar
Broschur, Format: 16,8 cm x 24,0 cm
mehr zum Inhalt / Lesemuster
Titel in den Warenkorb aufnehmen.

Während sich im Zweiten Weltkrieg außerhalb des Deutschen Reiches die Vernichtung der europäischen Juden und der slawischen Bevölkerung Polens und der besetzten sowjetischen Gebiete vollzog, schufteten auf deutschem Reichsgebiet ca. 10 Millionen Europäer als Arbeitssklaven.

Allen deutschen Volksgenossen war jede Kontaktaufnahme – außer der gemeinsamen Arbeit mit der geringst möglichen Kommunikation – untersagt.

Doch viele Deutsche, insbesondere Frauen, zeigten verbotenes Mitleid. Denunzianten – Kollegen und Nachbarn – brachten den geächteten Kontakt vieltausendfach bei der Gestapo zur Anzeige. Die Frauen wurden verhaftet und unter Folter zu »Geständnissen« gezwungen, sie hätten »geschlechtliche Beziehungen« zu Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern unterhalten, obwohl es mehrheitlich freundliche Gespräche, ein geschenktes Butterbrot oder ein menschliches Miteinander in der Bauernfamilie gewesen waren. Eine geringere Zahl der Frauen hatte wirklich Liebesbeziehungen gehabt. Je nach rassistischer Einordnung des jeweiligen Ausländers erfolgte die Einweisung der deutschen Frau durch die Gestapo in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück oder die Verurteilung durch die NS-Sondergerichte (z.B. Kiel), mehrheitlich zu Zuchthausstrafen.

Die Leiden dieser deutschen Frauen wurden nach 1945 totgeschwiegen, die verfolgten Frauen nie rehabilitiert, geschweige denn entschädigt. Die Täter wussten es in alten und neuen Ämtern in Kumpanei zu verhindern.

 

(Titelbild Kirchen der Nachkriegszeit) Ingo Grabowsky, Peter Kroos, Richard Schmalöer, Bund Deutscher Architekten -- Kreisgruppe Dortmund (Hg.)

Kirchen der Nachkriegszeit
Boomjahre sakraler Baukunst in Dortmund

Juni 2010, 222 S., 29,80 EUR
ISBN 978-3-87023-338-9, Lieferbar
Festeinband, Format: 29,7 cm x 16,0 cm
Titel in den Warenkorb aufnehmen.

»Ungeliebt -- lästig -- überflüssig?«, unter diesem Titel stand im September 2006 eine Tagung über Kirchenbauten der 1950er Jahre. Viele Kirchen, die von den Gemeinden nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs mit Enthusiasmus und großer Hoffnung auf bessere Zeiten wiederaufgebaut wurden, sind heute von Schließung, Abriss oder Umnutzung bedroht. Die nach wie vor abnehmende Zahl von Gottesdienstbesuchern und Gemeindemitgliedern, die finanziellen Schwierigkeiten der Kirchen und das vielfach verbreitete Unbehagen an der Ästhetik und an den architektonischen Konzepten der Nachkriegsgebäude gefährden die Kirchenbauten der 1950er, 60er und 70er Jahre.

Dieses Buch, das sich als zweiter Band einer Reihe zur Dortmunder Architektur versteht, stellt die wichtigsten nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen kirchlichen Gebäude der verschiedenen Konfessionen in Dortmund vor. Darüber hinaus wird auch die Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund präsentiert.

Der Band über Kirchen der Nachkriegszeit stellt die Frage nach dem Erhalt dieser historischen Gebäude und soll das Verständnis dieser oftmals ungeliebten Architektur fördern. Kurz vorgestellt werden die wichtigsten Dortmunder Kirchenbaumeister dieser Zeit. Übergeordnete Beiträge werfen einen Blick über Dortmund hinaus und mischen sich in eine Diskussion ein, die -- wenn auch in unterschiedlicher Lautstärke -- in ganz Deutschland geführt wird.

 

(Titelbild Schützenvereine im Nationalsozialismus) Henning Borggräfe

Schützenvereine im Nationalsozialismus
Pflege der »Volksgemeinschaft« und Vorbereitung auf den Krieg (1933--1945)

Mai 2010, 128 S., 12,90 EUR
ISBN 978-3-87023-110-1, Lieferbar
Broschur, Format: 15,0 cm x 22,5 cm
Forum Regionalgeschichte Band 16
mehr zum Inhalt / Lesemuster
Titel in den Warenkorb aufnehmen.

Schützenvereine erfreuen sich als wichtige Instanzen lokaler Vergesellschaftung hoher Attraktivität. Doch trotz eines äußerst ausgeprägten Traditionsbewusstseins klaffen mit Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus große Lücken im eigenen Geschichtsbild. Entweder klammern die Vereine die Jahre nach 1933 weiträumig aus oder sie beanspruchen eine Opferrolle für sich. Dabei berührten die auch in der historischen Forschung bisher kaum eingehend untersuchten Schützen mit ihrer Praxis der Gemeinschaftspflege und des Schießens zwei Kernziele des Regimes: die Realisierung der »Volksgemeinschaft« und die Vorbereitung auf den Krieg. Die vorliegende Untersuchung leistet einen Beitrag zur Beantwortung der Frage nach den konkreten Handlungsspielräumen gesellschaftlicher Akteure im Nationalsozialismus. Sie steht im Kontext der neueren Forschungsdiskussion zur Bedeutung des Handelns »normaler Deutscher« im NS-Staat und zur Frage der Wirkungsmacht der »Volksgemeinschaft«.

Henning Borggräfe schildert anhand westfälischer Beispiele, wie sich die Schützenvereine organisatorisch in die reichsweiten Verbandsstrukturen einfügten und mit dem Nationalsozialismus arrangierten. Er beschreibt die Aneignung nationalsozialistischer Ziele und die eigenen Bestrebungen unter den Schützen als zusammenhängenden, sich wechselseitig beeinflussenden Prozess, der zur Stabilisierung der NS-Herrschaft beitrug.

 

(Titelbild Fremdes Geld in Preußens Kassen) Jens Heckl

Fremdes Geld in Preußens Kassen
Sparverhalten und Geldumlauf in Westfalen bis 1878

März 2010, 128 S., 12,90 EUR
ISBN 978-3-87023-109-5, Lieferbar
Broschur, Format: 15,0 cm x 22,5 cm
Forum Regionalgeschichte Band 15
mehr zum Inhalt / Lesemuster
Titel in den Warenkorb aufnehmen.

»Fremdes Geld in Preußens Kassen« steht stellvertretend für eine Problematik, mit der alle deutschen Staaten bis zur Reichsgründung konfrontiert waren. Wie gingen Privatleute und öffentliche Kassen mit ausländischen Münz- und Papiergeldsorten um, die nicht dem landeseigenen Währungssystem entsprachen, aber als gesetzliche Zahlungsmittel zugelassen waren? Welche Geldsorten waren überhaupt vorherrschend und welche blieben im Zahlungsverkehr Randerscheinungen? Welche gesetzlichen Währungsbestimmungen gab es und welche Orientierung suchte die Bevölkerung in einer Zeit höchster Dynamik im gesamten Geldwesen? Wie veränderten sich das Sparverhalten und der Gebrauch von Zahlungsmitteln durch das Aufkommen von Sparkassen im Laufe des 19. Jahrhunderts? Diese für die regionale Wirtschaftsgeschichte zentralen Fragen können nun durch die Auswertung der Revisionsunterlagen westfälischer Sparkassen erstmals umfassend beantwortet werden. Darüber hinaus beleuchtet Jens Heckl die geldgeschichtliche Entwicklung jener nichtdeutschen Staaten, die den Geldumlauf in der Provinz Westfalen im 19. Jahrhundert besonders beeinflussten: der Niederlande und Frankreichs.

 

(Titelbild Lutherische Pfarrer in Lemgo) Lena Krull

Lutherische Pfarrer in Lemgo
Kirche und Geistliche in einer konfessionalisierten Stadt des 17. Jahrhunderts

Februar 2010, 128 S., 12,90 EUR
ISBN 978-3-87023-108-8, Lieferbar
Broschur, Format: 15,0 cm x 22,5 cm
Forum Regionalgeschichte Band 14
mehr zum Inhalt / Lesemuster
Titel in den Warenkorb aufnehmen.

In der Grafschaft Lippe entstand Anfang des 17. Jahrhunderts eine ungewöhnliche konfessionelle Situation: Lemgo als einflussreichste Stadt des Territoriums vollzog den Übergang Lippes zum reformierten Bekenntnis (»Zweite Reformation«) nicht mit, sondern einigte sich 1617 im Röhrentruper Rezess mit dem Landesherrn auf den Verbleib beim Luthertum. In der Konsequenz wurde die Lemgoer Stadtkirche maßgeblich von den Pfarrern und vom Rat der Stadt organisiert und verwaltet, während die konfessionelle Schranke eine vollständige Integration in die Landeskirche behinderte. Auch für die lutherischen Pfarrer in der Stadt hatte die konfessionelle Isolation Folgen, was ihre Ausbildung, ihre soziale Anbindung und ihre berufliche Karriere anging, blieben sie doch von den Karriere- und Beziehungsnetzwerken der reformierten Landeskirche ausgeschlossen.

Lena Krull verortet mit ihrer Studie den »Sonderfall« Lemgo innerhalb der allgemeinen Konfessionalisierungsforschung. Sie bestätigt und konkretisiert damit jene Forschungen, die Luthertum und eigenes Kirchenregiment als zentrale Elemente der städtischen Freiheit und Unabhängigkeit Lemgos im 17. Jahrhundert herausgearbeitet haben.