Frank Göttmann (Hg.), Wilfried Reininghaus, Burkhard Beyer, Rita Schlautmann-Overmeyer (Red.)

Arnsberg – Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe

Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg

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Seiten: 864
Erscheinungsjahr: 2016
Einband: Festeinband
Format: 17 cm x 24 cm
ISBN 978-3-87023-284-9

Beschreibung

Das vierbändige Historische Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe dokumentiert jüdisches Leben in diesem Raum. Das Werk gliedert sich in drei Regionalbände und einen Grundlagenband.

Die Regionalbände erschließen die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster. Die zeitliche Spanne reicht vom ersten Nachweis – teils aus dem Mittelalter – bis zu den wenigen heutigen, nach dem Holocaust wiederentstandenen Gemeinden. Jeder der drei Bände enthält Überblicksartikel, die die gesamtgeschichtlichen Entwicklungen der einzelnen Territorien des jeweiligen Raumes bis zur Säkularisation (1802/03) bzw. zum Ende des Alten Reiches (1806) aufzeigen und insbesondere deren eigenständige Judenpolitik in den Blick nehmen. Den umfangreichsten Teil eines jeden Regionalbandes bilden die Ortsartikel. Aufgenommen wurden alle Orte, in denen zumindest die Existenz einer Betstube oder eines Friedhofs ermittelt werden konnte. Beschrieben werden die Entwicklungsprozesse der jüdischen Gemeinschaften anhand eines einheitlichen Schemas, so dass einzelne Komplexe sofort erfassbar und auch miteinander vergleichbar sind. Die Ortsartikel gliedern sich folgendermaßen:

– Verwaltungsrechtliche und kultische Zugehörigkeit
– Geschichte der Gemeinschaft
– Verfassung und Organisation der Gemeinschaft
– Tätigkeitsfelder einzelner Gemeindemitglieder
– Bau- und Kunstdenkmäler
– Quellen und Literatur

Die jedem Band beigegebene Karte lokalisiert die behandelten Orte und die um die Mitte des 19. Jahrhunderts von den preußischen Behörden festgelegten bzw. die im Fürstentum Lippe nur wenig später eingerichteten Synagogenbezirke.

Der Band „Grundlagen – Erträge – Perspektiven“ enthält Grundlagen des Gesamtprojekts, bilanziert in einzelnen Beiträgen die Erträge der Orts- und Überblicksartikel der Regionalbände und macht zugleich die Perspektiven sowie Erfordernisse für weitere Forschungen deutlich. Zwei Karten geben einen Überblick über den historischen Raum sowie die Verteilung jüdischer Gemeinschaften.

Autor

Die Historische Kommission für Westfalen ist ein seit mehr als 120 Jahren bestehender Forschungsverbund zur Erforschung der westfälischen Geschichte, insbesondere zur Herausgabe von Quelleneditionen und grundlegenden Forschungsbeiträgen. Daneben veranstaltet die Kommission mehrmals im Jahr öffentliche Tagungen, die dem Austausch der Forscher, aber auch zur Information einer breiteren Öffentlichkeit dienen.

Die 1896 konstituierte Kommission wird heute vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) getragen. In der Historischen Kommission arbeiten fast 150 Forscherinnen und Forscher zusammen, die der westfälischen Geschichte durch ihren Werdegang oder ihre berufliche Stellung besonders verbunden sind – neben Universitätsdozenten sind vor allem Archivare und Bibliothekare in der Kommission vertreten, aber auch zahlreiche wissenschaftlich ausgewiesene Freizeitforscher. Alle von der Historischen Kommission veröffentlichen Beiträge sind in ehrenamtlicher Arbeit entstanden.
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